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Archiv für den Monat März 2014

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Als wir noch jedes Jahr an Weihnachten zu meinen Verwandten nach Kalabrien fuhren, habe ich mich spätestens ab Mailand auf die jährlichen „Schlachtfeste“ gefreut.

Wie fast jede Familie im Dorf hielt sich die zahlreichen Verwandschaft meiner Eltern alle Hausschweine. Und die mussten spätestens ende Dezember geschlachtet werden. Zum einen, da es es kühlste Monat im Jahr ist und zum anderen, damit man für Weihnachten Fleisch hat.
Über das Schlachten an sich schreibe ich jetzt besser nichts, es hatte nämlich nichts, aber auch gar nichts mit heutigen Standards zu tun und war alles andere als human.

Aber das Schlachtfest bestand nicht nur aus dem grausamen Töten der Schweine. Am Tag ach dem Schlachten wurden Salsicca gemacht. Salsicca ist zuerst eine grobe Schweine(brat)wurst und wenn sie lange genug abgehangen ist, kann man sie auch Salami auftischen.

Salsiccia Calabrese

für 1kg Fleisch:

– 0,5 kg Schweineschulter
– 0,5 kg Schweinebauch
– 24g Salz
– etwas Kümmel
– 1 EL süßes Paprikapulver
– Chillipulver nach Belieben
– Pfeffer
– 1,5 – 2m Naturdarm (bekommt man beim Metzger)
– Wasser

Zuerst wird das Fleisch durch den Fleischwolf gejagt. Es darf ruhig etwas gröber sein.

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Das gewolfte Fleisch muss dann mit dem Salz, Pfeffer, Paprika, Chilli gewürzt werden. Die Gewürze müssen jetzt gut mit dem Fleisch vermengt werden. Dafür mit beiden Händen rein und los geht’s. Mit einem guten Schluck Wasser (oder Rotwein ;)) ins Fleisch geht es deutlich besser. Wenn alles gut vermischt ist, sollte man etwas von der Masse in einer Pfanne braten und abschmecken!

Nun muss die Masse in den Darm. Dafür den Wurstbefüllungsaufsatz auf den Fleischwolf und den Naturdarm wie ein Kondom (hihi) überziehen.

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Beim Überziehen braucht man keine Angst haben, der Darm reißt nicht so schnell. Entweder man macht eine lange Schnecke oder bindet alle 20 cm die Wurst mit einem Stück Garn ab.

Vor dem Verzehr sollte die Salsccia noch ein paar Tage in einem dunklen und kühlem Raum anhängen.

Am liebsten mag ich meine Salsccia frisch vom Grill im Brötchen. Oder mit Tomaten zu einer leckeren Nudelsoße.

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